Ich war, Gott sei Dank, noch nie nah am Ertrinken. Wenn ich im Wasser keinen Grund mehr spüre, und die Kraft nachlässt, dann klammere ich mich an alles, was mich über Wasser hält. Wenn dann aber jemand kommt, und mir seine Hand reichen möchte, dann muss ich ggf meinen sicheren Halt loslassen um den zuverlässigeren Retter zu ergreifen.

Die Frage ist, was ist mir wichtig, was kann ich, oder muss ich loslassen, um das Wichtigere zu ergreifen? In Psalm 84 ist das ganz klar beschrieben:

Vers 11: Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend.  

Lieber Türhüter im Reich Gottes, als "zu wohnen in den Zelten des Unrechts"

Das hört sich toll an.

Und schon gehen meine Gedanken: sitzen zu Jesu Füßen, Zeit verbringen in Anbetung, Augen zu und Gott loben, sich ausklinken aus dem Stress des Alltags, statt Fenster putzen lieber singen, Bibel lesen statt Staubsaugen, den Kopf in den Wolken, schweben in geistlichen Höhen, abheben ... ähm moment, und wer macht den Abwasch? Versorgt die Kinder, verdient das Geld, kocht das Essen?

Jedes Extrem ist nicht gut. Ich lebe halt auch in Verpflichtungen, in meinem Alltag, in meinen normalen Situationen. Natürlich kann ich beim Staubsaugen Anbetungslieder singen, während des Kochens beten, und beim Fenster putzen in geistlichen Höhen schweben, aber ich denke, es geht hier nicht um Kompromisse, sondern um Prioritäten, um das, was mir im Leben das Wichtigste ist. Wonach sehnt sich mein Herz? Und da möchte ich loslassen, tatsächlich mal die Augen zumachen, den Staubsauger stehen lassen, und einfach mal auf Gott sehen, Anbetung als Lebensstil, Jesus First, da möchte ich wieder hin!!!!

Im Prediger steht, jedes Ding hat seine Zeit, ich möchte mir wieder mehr Zeit nehmen, an der Tür zu Gottes Thronsaal zu stehen, zu sitzen an den Füßen Jesu, ihm zuzuhören. Meine Sehnsucht wieder anzufachen. Jaaaa!

 

In diesem Sinn ... Gott segne mich und euch, ich .. ähm ... geh jetzt bügeln